Lary loves Tapas

Ein Tapasabend ist, wie ich finde, etwas ganz besonderes. Man sitzt mit Freunden oder Familie zusammen am Tisch und, anstatt dass ein Hauptgericht innerhalb von 15 Minuten aufgegessen ist, schlemmt man gemütlich stundenlang, trinkt ein bisschen Rotwein dazu und schlemmt dann einfach nochmal. Ich liebe solche Abende.

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Nun habe ich es auch endlich geschafft, euch die verschiedenen Bestandteile unseres Tapasabends aufzuschreiben. Für die Zubereitung solltet ihr euch zwar auf jeden Fall den Abend vorher einplanen und auch am Tag des Tapasabends werdet ihr nochmal ein, zwei Stündchen Vorbereitung brauchen, aber es lohnt sich. Versprochen!

Meiner Meinung nach steht und fällt eine erfolgreiche Tapas Night mit einer guten Aioli. Davon solltet ihr am Abend davor auch gleich eine ordentliche Portion machen, damit es sich lohnt. Zum Zahnarzt solltet ihr die nächsten Tage dann allerdings nicht gehen 🙂

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Für ca. 400g Aioli benötigt ihr:

2 Scheiben Toastbrot, 120ml lauwarme Milch, 3-4 Knoblauchzehen, 2 frische Eigelbe, 1TL Meersalz, 1/4 Liter Olivenöl, 1 Zitrone, Pfeffer

außerdem: einen Mörser oder eine sehr feine Reibe, einen Pürierstab, eine hohe Schüssel / einen Rührbecher

Die Rinde des Toasts entfernen und das Innere zerbröseln. Milch erwärmen und die Brotkrumen für ca. 5 Minuten in der Milch einweichen lassen.

Knobi schälen und in einem Mörser fein zerreiben. Die Eigelbe und das Salz dazugeben und einarbeiten.

Das Brot jetzt gut ausdrücken und zusammen mit der Knoblauchmasse in eine Rührschüssel geben. Alles mit dem Pürierstab mixen, dabei das Öl tröpfchenweise einfließen lassen. Wirklich nur langsam dazugeben, da die Masse sonst gerinnt!

Das dauert einige Zeit, danach sollte die Masse allerdings eine sehr dickflüssige Konsistenz haben. Wenn sie euch noch etwas flüssig erscheint, einfach noch etwas Öl zugeben. Die Masse dickt allerdings auch noch nach, wenn ihr sie die Nacht über im Kühlschrank lagert.

Jetzt die Zitrone auspressen. Aioli mit Zitronensaft und Pfeffer abschmecken und bis zum Verzehr kühlen.

Ebenfalls am Abend vorher habe ich die Früchte im Speckmantel vorbereitet. Ich habe einmal Feigen und Datteln im Speckmantel ausgewählt, außerdem gab es frisches Obst (z.B. frische Feigen oder Pfirsiche) mit Ziegenkäse im Schinkenmantel.

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Ihr benötigt:

eine Packung getrocknete Datteln, eine Packung getrocknete Feigen, ca. 200g Speck in Scheiben, je nach Saison 3 frische Pfirsiche oder Feigen, ca. 150g Ziegenkäse, getrockneter Schinken (z.B. Serrano), 2 Zweige frischen Rosmarin

Die getrockneten Früchte jeweils in eine Scheibe Speck einwickeln, ggf. mit einem Zahnstocher fixieren. Für die Ziegenkäse-Päckchen das Obst und den Ziegenkäse in dicke Scheiben schneiden, eine Scheibe Schinken auf die Arbeitsplatte legen, das Obst in die Mitte davon platzieren, ein kleines Stück Ziegenkäse darauf legen, ein paar Zweige frischen Rosmarin ebenfalls dazugeben und den Schinken so aufrollen oder zusammenklappen, dass ein verschlossenes Paket entsteht.

Die Päckchen könnt ihr dann ebenfalls über Nacht im Kühlschrank lagern und sie dann am nächsten Tag frisch anbraten. Um Zeit (und Bratgeruch) zu sparen, könntet ihr sie auch im Backofen zubereiten. Dazu den Ofen einfach auf 190 Grad vorheizen und die Schinken- oder Speckpakete für ca. 15 Minuten backen. Ab und an mal nachschauen, dass sie nicht zu dunkel werden.

Jetzt kommen wir langsam zur Zubereitung der Tapas an dem Tag, an dem sie auch gegessen werden sollen.

Hier haben wir einmal gegrillte Auberginen mit Käse.

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Ihr benötigt für ca. 4 Portionen:

2 Auberginen, Salz, 3 Knoblauchzehen, 3EL Paniermehl, 3EL Parmesan, 3EL Olivenöl

Die Auberginen waschen und der Länge nach in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden. Die Scheiben beidseitig einsalzen, 10 Minuten ziehen lassen und dann mit einem Küchentuch abputzen. Das Salz zieht die Bitterstoffe aus der Aubergine.

Währenddessen den Backofen auf 220 Grad vorheizen und die Auberginen für ca. 10-15 Minuten backen. Währenddessen Knoblauch schälen und in eine kleine Schüssel pressen. Dort mit Paniermehl, Parmesan und Olivenöl vermischen.

Die Auberginen nun mit der Käsemischung bestreichen, aufrollen und nochmal für 2-3 Minuten in den Ofen, bis der Käse leicht gebräunt ist. Die Auberginen könnt ihr warm oder kalt servieren.

Artischockenherzen auf Tomatensalsa

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Ich muss gestehen, dass ich hierfür einfach Artischocken aus dem Glas genommen habe, da sie mir ziemlich gut schmecken und ich mir den Aufwand für frische Artischocken sparen wollte. Die Salsa ist allerdings selbst gemacht, was ich wirklich empfehlen kann, da man das schmeckt. Für die Salsa benötigt ihr:

2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 4 Tomaten, 3EL Balsamico Bianco, 4EL Olivenöl, 3EL gehackte Kräuter (z.B. Basilikum, Petersilie, Thymian), Salz, Pfeffer, Zucker

Zwiebeln und Knoblauch fein hacken und in Olivenöl andünsten. Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, häuten, halbieren und den Strunk und die Kerne entfernen, das Tomatenfleisch klein schneiden.

Die Tomatenstücke jetzt zu den Ziebeln u. Knobi in den Topf geben und für ca. 8 Minuten schmoren. Danach erkalten lassen.

Essig und Öl über die Salsa geben, gehackte Kräuter unterrühren. Salsa mit den Gewürzen abschmecken und nochmal etwas einköcheln lassen.

Die Salsa in eine schöne Schüssel geben und die Artischockenherzen darauf drapieren.

Wenn ihr es bis hierhin geschafft habt, seid ihr eigentlich aus dem gröbsten raus 🙂 ich möchte euch hier noch ein paar Basics zeigen, die meiner Meinung nach bei einem Tapasabend auf einen Fall fehlen sollten, für die ihr aber auch keine große Vorbereitungszeit braucht:

Melonen-Schinken-Spieße

Hierfür braucht ihr einfach eine Honigmelone und geräucherten Schinken (z.B. Serrano). Melone in Stücke schneiden, Schinken darauf drapieren und alles mit einem Zahnstocher fixieren.

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Oliven in allen Variationen. Davon könnt ihr einfach nicht genug haben.

Gutes Brot. Ich habe einmal normales Ciabatta und einmal Ciabatta mit Oliven genommen.

Salami und würziger Käse am Stück. Kann nie schaden 🙂

Gebratene Garnelen.

Und vor allem: ein guter Rotwein und spanische Musik.

Mit alldem ist ein kulinarisches Highlight garantiert. Ich hoffe, euch schmeckt es genauso gut wie uns damals 🙂

Que aproveche!

Eure Lari

 

 

 

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