Hygge at home

16. März 2020 laryloves 1 Comments

Die momentane Zeit verunsichert viele von uns, bereitet und Ungewissheit in vielerlei Hinsicht – gesundheitlich, finanziell – doch was ich gerade besonders häufig lese ist, dass viele von euch am meisten Probleme mit dem zuhause bleiben / der Isolation haben. Und da, meine Lieben, bin ich euch gerne behilflich!

Es ist ja irgendwie fast ironisch dass uns diese Isolation bzw. die Ansage, man soll möglichst zuhause bleiben gerade in der ersten Frühlingswoche trifft. Ausgerechnet jetzt wären wir natürlich am liebsten draußen, in Cafes, im Biergarten oder in der Stadt, um die neuesten Frühlingslooks zu shoppen. Doch wie es das Schicksal so will, werden unsere hyggeligen Tage zuhause, wie wir es jetzt im Winter so oft hatten, noch ein wenig in die Verlängerung gebracht. Machen wir doch das Beste draus!

Für mich ist das für längere Zeit alleine zuhause bleiben eigentlich ganz normal. Ich arbeite halbtags, komme mittags nach Hause und verbringe den Rest des Tages, manchmal auch den Abend und oft auch die Wochenenden zuhause. Warum? Weil ich super gerne zuhause bin. Ich liebe unsere Wohnung und wie mich das Zuhause-Sein entspannt.

Im Folgenden möchte ich euch ein bisschen beschreiben, warum für mich mein Zuhause der absolute Wohlfühlort ist und wie man sich auch mehrere Wochen leicht zuhause beschäftigen kann.

Um sich zuhause wohlzufühlen, muss die Wohnung oder das Haus an sich einfach gemütlich sein. Daher habe ich diesen Beitrag auch Hygge at Home getauft – ein hyggeliges zuhause ist ein schönes zuhause. Nur wie bekomme ich Hygge in meine vier Wände? Ganz einfach. Mit gedeckten Farben, kuscheligen Textilien, frischen Blumen, Pflanzen und schöner Beleuchtung. Nehmt die Zeit, die ihr ja jetzt vielleicht gerade habt, um euch ein neues Wohnkonzept zu überlegen oder mal zu schauen, ob in den Schränken oder im Keller nicht vielleicht doch ein paar hyggelige Wohnaccessoires versteckt sind, die ihr vielleicht vergessen habt. Ich habe alle unsere Zimmer vor kurzem erst in gedeckten, dezenten Naturtönen gestrichen. Nichts knalliges, sondern etwas kuscheliges – ein dezentes Grau, ein schönes beige oder sogar ein leichtes graublau – Farbe kann einen ganzen Raum verwandeln. Bilder übrigens auch, ein paar schöne, gerahmte Poster können einen Raum gleich wohnlicher machen.

Wie wichtig mir Pflanzen sind, wisst ihr alle. Dass wir gerade in unserer Auswahl und der Bewegungsfreiheit etwas limitiert sind, ist klar. Dennoch könnt ihr die Zeit ja etwas nutzen, um euch entweder um eure Pflanzen zu kümmern und möglicherweise sogar Ableger zu züchten, oder euch ein Moodboard mit euren Traumpflanzen zu erstellen und euch schon mal zu überlegen, wohin ihr sie stellen könntet – beachtet dabei natürlich unbedingt Standort und Pflege.

Kommen wir nun zu den Textilien: Ich bin seit neuestem ein riesen Teppich-Fan. Früher hatten wir keinen einzigen Teppich in unserer Wohnung und inzwischen liegt fast in jedem Zimmer ein Teppich. Ich habe festgestellt, dass ein Teppich einen Raum so viel wärmer und gemütlicher macht. Er nimmt Fliesen- oder Steinböden die Kälte (sowohl optisch als auch für unsere Füße) und verleiht dem Raum eine kuschelige Optik – als würde man ihm einen Schal anziehen. Neben Teppichen sind auch schöne Kissenbezüge, Felle und Wolldecken sehr wichtig, wie ich finde. Auch hier könnt ihr die Zeit gerade gut nutzen, um euch ein neues, stimmiges Konzept zu überlegen. Macht das Ganze nicht Hals über Kopf sondern schaut euch ein bisschen online um, entscheidet euch für einen Stil, der euch gefällt und schaut, welche einzelnen Artikel überhaupt optisch zusammen passen.

Das selbe gilt für die Beleuchtung. Für mich ist fast nichts so wichtig wie eine stimmige Beleuchtung. Helle Deckenleuchten sind für mich der persönliche Feind – ich liebe dagegen indirekte Beleuchtung in mehreren Ecken. Bei uns zuhause sind nie die Deckenleuchten an, sondern stets die kleinen Lampen in der Ecke in Kombination mit Kerzen. Das schafft eine heimelige, gemütliche Atmosphäre.

Nochmal zusammengefasst: Für ein hyggeliges zuhause empfehle ich euch dezente Farben, Greenery, Textilien wie Teppiche und Decken, sowie eine stimmige Beleuchtung.

Wenn ihr euch in eurem Zuhause wohl fühlt, dann genießt ihr auch die Zeit zuhause. Dies ist natürlich kein Apell an euch, jetzt auf Teufel komm raus online zu shoppen (gerade jetzt in der Isolationszeit solltet ihr das vermeiden), aber vielleicht könnt ihr euch ja ein kleines Moodboard oder eine Wunschliste kreieren und auf eine schönere Einrichtung hinarbeiten. Und falls euch wirklich die Decke auf den Kopf fällt: Ab in den Baumarkt und kauft euch Farbe! Mit nichts vergeht die Zeit so schnell wie mit einer kleinen Streich-Aktion.

Jetzt wo wir das Thema mit der Einrichtung geklärt haben, kommen wir zu den Aktivitäten, mit denen ihr eure Zeit zuhause füllen könnt.

Zu aller erst: ausmisten! Ich weiß, das wollen jetzt viele nicht hören, aber wie lange schieben wir schon den überfüllten Dachboden, das chaotische Büro oder auch den vom Winter beanspruchten Garten vor uns her? Jetzt ist die Zeit, um solche Dinge anzugehen! 

Genauso die kleineren Dinge, für die wir sonst nie Zeit haben. Steuererklärung, Frühjahrsputz, alte Kisten durchstöbern – all das ist jetzt möglich 😊

Hygge at home bedeutet für mich außerdem: einmummeln und lesen, Filme schauen, Hörbücher hören! Mit Netflix & co haben wir eigentlich den größten Luxus, den man sich entertainment-technisch wünschen kann. Die ganze Welt der Filme und Serien liegt uns über das Internet zu Füßen und wir haben jetzt die perfekte Ausrede, um stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen und eine Serie nach der anderen zu schauen. Genauso können wir natürlich lesen und vor allem: Hörspiele und Podcasts hören! Die sind übrigens auch der perfekte Begleiter beim Ausmisten oder Putzen – über Spotify gibt es inzwischen viele kostenfreie Hörspiele oder Podcasts, die euch jederzeit zur Verfügung stehen.

Ein bisschen DIY kann zudem auch nicht schaden. Kreatives Arbeiten mit den Händen fördert die Moral und macht Spaß. Ob es d

arum geht ein Bild zu malen oder vielleicht sogar eine Hausbar selbst zu bauen – eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Ein riesen Thema bei der ganzen Hygge-Thematik sind außerdem Gesellschaftsspiele. Falls ihr also nicht alleine wohnt, spielt doch mal wieder eine Runde! Das tut gut, macht Spaß und fördert den Diskussionsbedarf 😊

Zudem ganz wichtig: Bewegung! Geht spazieren (in den Wald oder auf´s Feld), bewegt euch ein bisschen und verbringt ausreichend Zeit an der frischen Luft. Ein kleiner Spaziergang kann die Welt gleich wieder anders aussehen lassen. Gerade jetzt fangen die Obstbäume an zu blühen, die Krokusse sprießen aus dem Boden und wir sollten uns mehr an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen, also lasst uns doch genau diesen kleinen Dingen Aufmerksamkeit schenken und den Fokus wieder auf das, was im Leben wichtig ist, lenken.

Achtsamkeit spielt für mich beim Thema Hygge ebenfalls eine riesen Rolle. Den Kaffee am Morgen ganz ohne Ablenkung genießen, fünf Minuten mal nur für sich dasitzen und auf den Körper hören. Einfach im Moment leben.

Wie wäre es mit einem Spa Day? Selfcare ist super wichtig und kommt im stressigen Alltag oft zu kurz. Lasst euch ein Bad ein, legt eine Gesichtsmaske auf, esst ein bisschen Obst, meditiert ein bisschen oder macht Yoga.

Eine meiner liebsten Aktivitäten zuhause: Kochen und backen! Probiert neue Rezepte aus, wagt euch vielleicht sogar an etwas, das ihr noch nie zuvor versucht habt. Brot backen oder Nudelteig selbst machen? You can do it! Auf meinem Blog findet ihr viele saisonale Rezepte, die Spaß machen und einfach sind. Denn gutes Essen ist die halbe Miete. Statt zu Dosen und Fertiggerichten zu greifen solltet ihr gerade jetzt gesund und lecker essen. Und wenn ihr die Sachen selbst macht, wisst ihr genau, was drin ist. Also auf geht’s!

Eine andere Möglichkeit des Zeitvertreibens: Inspiration! Schaut in eure liebsten Zeitschriften, geht auf Pinterest oder werft mal einen Blick in eure alten Kochbücher im Schrank – wer weiß, was ihr alles entdeckt.

Ich hoffe, ich habe euch mit meinen Ideen einen Einblick in meinen (recht introvertierten) Alltag gegeben und konnte euch für mehr Zeit zuhause begeistern. Denn zuhause ist es am schönsten!

Falls ihr ganz spontane Ideen braucht, um gegen große Langeweile vorzugehen, hier noch ein paar kleinere Inspirationen, die garantiert gegen Langeweile helfen:

  • Macht einen kleinen Mittagsschlaf
  • Lest Zeitung (nicht nur lifestyle Zeitschriften, sondern bildet euch!)
  • Macht einen online Sprachkurs, egal ob eine neue Sprache oder eine Auffrischung
  • Plane eine Reise (für wenn die Welt wieder sicherer ist)
  • Lackiere dir die Nägel und pflege deine Füße
  • Koche dein Lieblingsessen
  • Schau deinen Lieblingsfilm
  • Tanze!
  • Schreib die Dinge auf, für die du dankbar bist
  • Starte ein Tagebuch
  • Pflege deine Haare
  • Pflanze Gemüse in deinem Garten
  • Organisiere deinen Kleiderschrank neu
  • Fahrradfahren
  • Mach ein Lagerfeuer im Garten
  • Zeichnen oder malen
  • Geh in den Wald
  • Starte einen Blog
  • Verbringe einen ganzen Tag ohne TV und Internet
  • Wäsche waschen 😊
  • Kreiere eine Playlist
  • Schau dir Youtube tutorials an
  • Probiere neue Frisuren aus
  • Aktualisiere deinen Lebenslauf
  • Schau eine Doku
  • Schreib eine Bucketlist
  • Schreib eine Liste mit Urlaubszielen, die du auf jeden Fall besuchen willst
  • Ruf deine Familie an
  • Ruh dich einfach mal aus!

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